Tipps für Jugendliche für erfolgreiches zuhause Lernen

Liebe Jugendliche,

 
die Osterferien sind vorbei und  die Öffnung der Schulen wird sich wohl nach aktuellem Stand  für die meisten Schüler/innen  noch eine Weile ziehen.
Das  bedeutet auch : Noch länger zuhause lernen!

Vielleicht habt Ihr euch in den ersten Wochen der Schulschließung bereits erfolgreich ein effektives Sytem für´s „homeschooling"  entwickelt. Oder geht es euch so wie vielen anderen und Ihr seid schon jetzt gefrustet weil die ersten Wochen mehr schlecht als recht liefen?

Wir haben euch hier einige Tipps zusammengeschrieben, die hilfreich sein können, um in den nächsten Wochen zuhause gut durch die schulischen Herausforderungen zu kommen.

 



Tagesablauf und Stundenplan

Um etwas Struktur in deinen Tag zu bringen, hilft es, sich täglich einen Wecker zu stellen und am besten etwas früher aufzustehen. Dann kannst du gemütlich frühstücken, dein Lernzeug vorbereiten und entspannt in die Lernzeit starten. Es kann aber ganz schön schwer sein, seinen Tag selbst strukturieren zu müssen: Falls es dir hilft, kannst du Tagespläne oder auch Kalender- bzw. Planner-Apps benutzen, um mehr Routine in deinen Tagesablauf zu bringen. Vielleicht kannst du deinen Tagesplan ja sogar zusammen mit deinen Geschwistern oder mit Freunden gestalten. Dann habt ihr ungefähr zeitgleiche Abläufe und könnt euch gegenseitig motivieren. Anstatt den ganzen Vormittag durchzubüffeln, kannst du deinen Schulstoff auch in mehrere kleine Portionen über den ganzen Tag verteilen. So hast du immer wieder Pausen dazwischen und kannst dich vielleicht wieder besser konzentrieren. Versuche auch trotz der Verlockung, nicht zur Schule zu müssen, nicht allzu spät ins Bett zu gehen, damit du am nächsten Tag leichter aus dem Bett kommst.


Stay connected

Der Kontakt zu deinen Freunden ist gerade besonders wichtig. Was ihr euch sonst in der Schule oder Freizeit erzählt, müsst ihr jetzt über Chats und Videotelefonie besprechen. Es ist vollkommen normal, gerade mehr Zeit als sonst am Handy oder PC zu verbringen- denn nur so kannst du ja gerade mit deinen Freunden und Klassenkameraden in Kontakt bleiben. Das kann dir aber auch bei schulischen Fragen helfen. Ihr könnt euch gemeinsam über Schulstoff und Aufgaben austauschen, die ihr nicht versteht. Vielleicht könnt ihr sogar eine Online-Lerngruppe bilden und euch per Videotelefonie gegenseitig helfen. Versuche aber natürlich trotzdem, vor allem selbstständig zu arbeiten und dich erst mal alleine mit dem Stoff auseinanderzusetzen.


Nicht aufgeben

Daheim lernen kann frustrierend sein. Man kann sich nicht so gut konzentrieren, die Geschwister nerven, die Eltern können einem nicht helfen und man selbst versteht die Aufgabe nicht. Anstatt direkt die Flinte ins Korn zu werfen und die Schulaufgaben hinzuschmeißen, kannst du dich auf eigene Faust auf die Suche nach Lösungen machen. YouTube oder auch Apps wie StudySmarter oder TheSimpleClub können dir vielleicht helfen, deine Fragen zu beantworten oder den Stoff zu verstehen. Das Gute am daheim lernen ist nämlich, dass du anders als in der Schule keinen Zeitdruck hast – du kannst dir also alle Zeit der Welt nehmen und ein Video auch zehnmal schauen, bis du es verstanden hast.

In unserem Artikel „So kann das daheim lernen funktionieren – Tipps für Eltern" findest du am Ende hilfreiche Links mit Online-Lern-Plattformen und Apps, die dich beim Lernen unterstützen können.

 

Arbeitsplatz schaffen

Auch wenn es nervig und mühselig ist- aber an einem ordentlichen, aufgeräumten Schreibtisch lernt es sich besser. Versuche, dein Chaos in Maßen zu halten und verstaue am besten direkt nach dem Lernen deine Schulsachen. Dann bleibt dein Tisch ordentlich und du musst ich nicht am nächsten Morgen wieder aufräumen. Wenn in deinem Zimmer lernen für dich gar keine Option ist, suche dir einen anderen ruhigen, hellen Arbeitsplatz in eurer Wohnung oder Haus. Wenn es bei euch im Haushalt mal wieder laut zugehen sollte, kannst du es ja mal mit handelsüblichen Ohrstöpseln probieren. Sorge auch für genügend Sauerstoff und lüfte immer mal wieder durch.


Bewegen

Zwischen den Lerneinheiten und auch nach dem Lernen solltest du neben dem Austausch mit deinen Freunden auch für ausreichend Bewegung sorgen. Du kannst natürlich joggen gehen, Rad fahren, Yoga oder ein Home-Workout machen. Aber auch einfach Spazierengehen, sich etwas dehnen oder ein bisschen tanzen weckt deinen Körper wieder auf und lockert die Muskeln.


Sich Motivieren

Sich selbst für Schulaufgaben zu motivieren kann echt schwer sein. Überhaupt erstmal anzufangen mit dem riesen Berg, allein das kann eine große Herausforderung sein. Versuche all das, was dich ablenken könnte, möglichst gering zu halten. Mach dein Handy auf lautlos und leg es ans andere Ende des Raumes, schließ deine Zimmertüre und sag evtl. deinen Familienmitgliedern, dass du lernst und nicht gestört werden möchtest. Räume alles, was nichts mit der Schule zu tun hat, von deinem Schreibtisch (z.B. Bücher, Zeichenblock, Controller etc.) und mach es dir gemütlich. Dein Lieblingsgetränk oder ein kleiner Snack machen das Lernen auch gleich viel angenehmer.  Wenn es dir hilft, kannst du dir Listen mit Zielen schreiben, die du am Ende des Tages erreicht haben willst. Je kleinere Ziele du dir setzt, desto leichter wird es dir fallen, anzufangen (z.B. statt „Mathe lernen" –„Übung 2 fertig machen"). Wenn du Schwierigkeiten damit hast, überhaupt mit dem Lernen anzufangen, kann es hilfreich sein, mit einer leichten und angenehmen Aufgabe anzufangen und dich erst später den anspruchsvolleren zu widmen. Du kannst dir auch kleine Belohnungen nach Erreichen der Ziele überlegen, um dich zu motivieren. Ein bisschen Schokolade, Musik hören und am Ende des Tages vielleicht mit guten Freunden telefonieren.


Du kannst das!

Vergiss nicht, dich auch mal selbst zu loben. Du hast bestimmt schon Einiges geschafft und Aufgaben erledigt- darauf kannst du auch stolz sein. Du kannst anderen (z.B. Freunden, Familie oder Social Media) am Ende deines erfolgreichen Lerntages (z.B. mit Fotos) ruhig auch zeigen, was du alles geschafft hast. Das hält deine Motivation hoffentlich aufrecht und verdeutlicht deinen Fortschritt. Diese Situation ist gerade einmalig und du händelst sie bestimmt besser, als du denkst. Also vergiss nicht: Du hast viele Stärken!

 

Zusammenstellung: Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern KJF Regensburg, 15.04.2020

www.beratungsstelle-regensburg.de

 

 

 

 

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